Oldboy (2003)

By | 31. January 2009

Im Gefängnis ohne zu Wissen warum ist mit Sicherheit eines der Schlimmsten Dinge, die einem widerfahren kann. Wenn die Gefangenschaft dann auch nich über zehn Jahre andauert und man während der Zeit in absoluter Isolation lebt, ist die Freiheit durch einen Ausbruch damit beseelt herauszufinden, wer einem das angetan hat.

Auf dieser Suche befindet sich der Hauptcharakter und begegnet dabei einer jungen Frau, in die er sich verliebt, Schlägern und vor allem der Ungewissheit, wem man trauen kann. Es stellt sich heraus, dass ein alter Klassenkamerad hinter der ganzen Sache steckt, der ihn für den Tod seiner Schwester bestrafen will.

Der Film ist, wie es oft bei asiatischen Filmen ist, sehr explizit, wenn es um Gewalt geht. Aus diesem Grund sollten empfindliche Gemüter solche Szenen mit geschlossenen Augen über sich ergehen lassen. Der Film ist es in jedem Fall wert. Er stellt gekonnt das Tabuthema Inzest in den Mittelpunkt und schafft es durch den Aufbau der Geschichte und der Identifikation mit dem Hautdarsteller den Zuschauer in die gleiche Position, wie den Darsteller zu versetzten.

Mir brachte der Film weitere Überlegungen zur Inzest und verdeutlichte, dass wie bei so vielen Themen ein Schwarz-Weiß-Denken nicht angebracht ist. Am Ende ist eine moralische Frage, die in jedem Einzelfall zu betrachten ist.

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