VDR – TV-Receiver
Ich hatte schon vor langer Zeit einmal einen VDR, den ich gerne und ausgiebig genutzt habe. Damals gab es noch DVB-S (SD) und an eine Ausgabe des TV-Signals über X11 war nicht wirklich zu denken. Nach einer langen Pause bin ich nun wieder in das Thema eingestiegen – dieses Mal mit DVB-S2.
Weil Debian neue Hardware nicht gut (gar nicht) unterstützt und ich möglichst einfach ohne Source-Kompilieren arbeiten will, habe ich mich für yaVDR als Installationsdistribution entschieden. Es basiert auf einem Ubuntu und somit kann man von Debian und Ubuntus Paketen profitieren. Alle Eigenheiten und Klippen, die umschifft werden müssen, werde ich später beschreiben.
Diese Beschreibung ist als Anleitung für mich selbst und jeden den es interessiert. Ich gehe dabei davon aus, dass man sich ein wenig mit Ubuntu/Debian auskennt. Ansonsten kann man die fehlenden Informationen im Netz suchen.
Derzeit ist die Anleitung noch ständig im Wandel. Daher werde ich kein Changelog führen. Das wird sich später ändern.
Hardware
Die Entscheidung für die “richtige Hardware ist immer Geschmackssache und hängt bei vielen auch vom Geldbeutel ab. Meine Entscheidungskriterien waren die folgenden:
- Geringer Stromverbrauch
- Flexibilität
- Moderne Ausgabe
Bei der Auswahl… TODO
Für die folgenden Komponenten habe ich mich entschieden.
OS – Installation
Installiert wird yaVDR per CD oder USB. Derzeit ist die aktuelle Version 0.5.0a mit Ubuntu 12.04.
Installieren lässt sich diese Version ohne Probleme und es werden auch alle Updates aus dem Internet geladen. Allerdings ist der automatisch installierte Kernel zu alt für die Netzwerkkarte. Dieses muss man nachholen.
Am Ende der Installation wechselt man mit ALT-2 auf die zweite Konsole. Dort tippt man die folgenden Zeilen ein: chroot /target /bin/bash aptitude search linux-image |egrep "3.13" In der Liste nimmt man den mit der höchsten Versionsnummer und führt den folgenden Befehl aus: aptitude install <linux-image- Rest vom Namen> <linux-headers- Rest vom Namen> <linux-headers- Rest vom Namen-generic> Mit ALT-1 wieder zur geführten Installation wechseln und neu starten
Nach dem Neustart sollte man als erstes Updaten.
Nun kann man ohne Probleme mit yaVDR loslegen.
OS – Anpassungen
Bei den meisten Installationen wird yaVDR leider nun noch nicht sofort funktionieren. Das liegt meist entweder an der Grafikkarte oder der TV-Karte oder beiden.
Grafikkarte
Als erstes sollte die Grafikkarte fit gemacht werden. Ohne Bildschirmausgabe, über die auch am besten der Ton weitergegeben wird, können wir nicht eindeutig feststellen, ob die TV-Karte läuft.
NVIDIA 760 Ti und auch neuere
In Ubuntu 12.04 wird ein älterer Treiber installiert. Dieser unterstützt die neuen Karten nicht bzw. Besitzt noch nicht die coolen Features. Daher muss der neuste Treiber installiert werden:
aptitude remove nvidia-304
aptitude install nvidia-331
Intel Haswell 4600 und auch andere neuere Versionen
TV-Karte
Digital Devices Cine S2 v6.5
Alters Versionen dieser Karte wären derzeit besser geeignet. Allerdings hatte ich keine Möglichkeit eine solche zu bekommen. Daher muss für diese Karte ein spezielles Paket installiert werden. Das macht es sehr einfach. Allerdings ist der Treiber noch nicht ganz perfekt. In speziellen Situationen gibt es Abstürze.
aptitude install dddvb-dkms
YaVDR Konfiguration
Yavdr lässt sich sehr gut über die Weboberfläche einrichten. Bei der erst Konfiguration sollte man ruhig den Save-Button an allen Einstellungen betätigen, auch wenn diese schon richtig erscheinen.
TODO: Screenshots here
VDR Konfiguration
Ich trenne dieses explizit, da VDR selbst sehr gut über das OSD konfiguriert wird. Änderungen auf der Konsole sind zu vermeiden, da diese vom laufenden VDR über schrieben werden. Mit Addons sollte man gleich verfahren, allerdings konnte man bei diesen durchaus auch besondere Tweaks in der Konsole einstellen.
Im folgenden zeige ich meine Einstellungen
TODO SCREENSHOTS here
Zusätzliche Programme / Pakete
Weboberfläche – vdradmin-am
VDR-Live ist bei yaVDR mitinstalliert und bietet eine anständige Oberfläche, um VDR zu Steuern. Man kann vor allem den EPG einsehen und Timer setzen.
Dennoch hat mir vdradmin-am für diese Aufgaben immer besser gefallen. Es zeigt den EPG einfach besser an und es gibt eine Timeline. Allerdings sollte man VDR-Live nicht deinstallieren, denn es scheint besser mit dem OSD zusammen zuarbeiten.
aptitude install vdradmin-am sudo vim /etc/default/vdradmin-am sudo service vdradmin-am restart
vdradmin-am ist unter dem Port 8001 zu erreichen. Achtung. Man sollte den Standardbenutzer und -passwort ändern.
Tips und Tricks
Grub Bootmenü anzeigen
Für Systeme auf denen mehrere Betriebssysteme installiert sind, muss man in yaVDR das Grub-Bootmenü “aktivieren”. Dieses wird über die yaVDR-Weboberfläche im Bereich System->System eingestellt.
Logitech k400r Tastatur
Bei mir hat die Tastatur anfangs nicht funktioniert.
Der Trick: mit fn-<linke Maustaste> kann man die Tasten an und abschalten.